Der Hansgraf hat ein Gesicht: Ihr habt entschieden

Fünf Entwürfe standen zur Wahl. Einer hat sich durchgesetzt – und es ist nicht der, den wir erwartet hätten.
Unser erster Gin heißt Hansgraf. Der Name kommt von einem Regensburger Amt: Der Hansgraf prüfte, was in die Stadt kam – Maß, Gewicht, Qualität. Erstmals urkundlich erwähnt 1183. Was er freigab, war gut. Genau so gehen wir mit unseren Zutaten um, und deshalb steht der Name auf der Flasche.
Was noch fehlte: ein Gesicht.
Warum wir das nicht allein entscheiden wollten
Ein Name lässt sich herleiten. Eine Figur nicht. Sie funktioniert oder sie funktioniert nicht, und das merkt man erst, wenn andere sie sehen.
Wir hatten fünf Entwürfe auf dem Tisch und in der Runde keine Einigkeit. Jeder hatte einen Favoriten, jeder hatte gute Gründe. Also haben wir die Entscheidung abgegeben – an die, die den Gin später im Regal stehen sehen.
Abgestimmt wurde über unsere Social-Media-Kanäle. 48 Stimmen sind zusammengekommen. Für eine junge Destillerie mit einem Sortiment, das gerade erst in die Regale kommt, ist das eine ordentliche Beteiligung – und deutlich genug, um daraus eine Entscheidung abzuleiten.
Die fünf Kandidaten
Nummer 1 – Der Prüfer. Hager, mit hohem Zylinder, gebeugt über einen Pfeffersack. Er riecht. Mehr passiert nicht. Die reinste Übersetzung des Amtsgedankens: prüfen, bevor etwas durchgeht.
Nummer 2 – Der Mischer. Über Topf und Flasche gebeugt, Pfeffer rieselt aus seiner Hand. Der Moment, in dem aus geprüften Zutaten eine Rezeptur wird.
Nummer 3 – Der Wuschelbart. Frontal, unbändiger Bart, vor sich ein Haufen Pfefferkörner und eine Flasche Gin. Am wenigsten Beamter, am meisten Charakterkopf.
Nummer 4 – Der Kleine. Eine zierliche Gestalt mit Spitzhut neben einem Pfeffersack, der fast so groß ist wie sie. Spielt mit dem Größenverhältnis – kleines Amt, große Aufgabe.
Nummer 5 – Der Amtmann. Zylinder, Gehrock, links der Pfeffersack, rechts die Ginflasche.
Die vollständigste Erzählung der fünf: Amt, Ware, Ergebnis in einem Bild.

Das Ergebnis: Nummer 3
Der Wuschelbart hat gewonnen – mit 20 von 48 Stimmen und damit deutlich vor dem Rest des Feldes.
Platz | Entwurf | Stimmen |
1 | Nummer 3 – Der Wuschelbart | 20 |
2 | Nummer 5 – Der Amtmann | 12 |
3 | Nummer 2 – Der Mischer | 9 |
4 | Nummer 1 – Der Prüfer | 5 |
5 | Nummer 4 – Der Kleine | 2 |
Zwei Dinge fallen an diesem Ergebnis auf. Erstens: Der Wuschelbart hat mehr Stimmen als der Zweit- und Drittplatzierte zusammen fast erreicht – das ist kein Fotofinish, das ist eine klare Ansage. Zweitens: Die beiden vorderen Plätze gehen an die einzigen zwei Entwürfe, bei denen die Ginflasche mit im Bild steht. Offenbar will man sehen, worum es geht.
Ehrlich gesagt: Wir hätten auf Nummer 5 getippt. Der Amtmann erzählt die Geschichte am vollständigsten, er hat alles im Bild, was zum Hansgrafen gehört.
Gewonnen hat aber der, der am wenigsten erklärt. Nummer 3 steht einfach da, schaut einen an und hat den Pfeffer vor sich liegen. Kein Amtsgestus, keine Requisiten, die die Geschichte buchstabieren. Nur ein Kerl mit einem sehr eigenen Bart, der offensichtlich weiß, was er tut.
Im Rückblick leuchtet das ein. Ein Etikett hat keine Zeit für eine Erzählung – es hat eine halbe Sekunde im Regal. In dieser halben Sekunde gewinnt nicht das vollständigste Bild, sondern das, das hängen bleibt. Und ein Bart bleibt hängen.
Wie es weitergeht
Im nächsten Schritt werden wir daraus in Etikett zaubern und so schnell wie möglich in unser Produktportfolio mitaufnehmen.
Wir halten euch über den Blog und die Social Media Kanäle über den genauen Zeitpunkt der Veröffentlichung am laufenden.
Und die zwei Gewinner der Verlosung
Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben wir zwei Flaschen verlost. Gezogen wurde von Hand – die Lose kamen in die Brennkammer, gezogen haben wir daraus.
Andrea L. und Malte E.
Alle anderen Teilnehmer haben von uns einen 5% Rabatt Code bekommen.
Danke
An alle, die abgestimmt haben: Danke. Ihr habt uns eine Entscheidung abgenommen, bei der wir uns selbst nicht einig waren – und das Ergebnis ist besser als das, worauf wir gekommen wären.
Der Hansgraf hat jetzt ein Gesicht. Was drin ist, wisst ihr schon: Wacholder, Kubebenpfeffer aus Indonesien und wilder Voatsiperifery aus Madagaskar.
Die ganze Geschichte dazu steht in unserem Beitrag Link
Geprüft. Gewogen. Und für gut befunden.
Die Stille oHG · Destillerie in Regensburg · Auweg 28, 93055 Regensburg
Genuss ab 18. Verantwortungsvoll genießen.




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